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Flüssigkraftstoffe sind die wertvollste Energieform, denn sie sind einfach speicher- transportier- und lagerbar und haben eine hohe Energiedichte. Sie sind in absehbarer Zeit durch keine andere Energieform vollwertig zu ersetzen. Heutzutage verfügbare regenerative Flüssigkraftstoffe neben Biodiesel sind Pflanzenöl direkt und Bioethanol. Da der Verbrennungsmotor eines Dieselfahrzeugs in der Lage ist mit reinem Pflanzenöl zu fahren, setzen viele Hobbybastler und auch einige Werkstätten auf diesen Kraftstoff, denn dann würden sogar die Kosten und die Energieverluste bei der Umesterung wegfallen. Allerdings müsste dann dem Auto ein zweiter beheizbarer Tank eingebaut werden, damit das Öl durch Erwärmen an Viskosität verliert und die Leitungen und Filter besonders in der kalten Jahreszeit nicht durch das zähflüssige Pflanzenöl verstopft. Daneben hat diese Methode einen entscheidenden Nachteil: bei der Verbrennung des im Pflanzenöl enthaltenen Glycerins entsteht das gesundheitlich nicht unbedenkliche Aldehyd Acrolein. Eine weitere Alternative wäre das Fahrzeug mit Bioethanol zu tanken, das aus Zucker und Stärke gewonnen werden kann. Dazu bräuchte man aber spezielle Motoren. Um das Fahrzeug nicht umbauen zu müssen kann man Ethanol dem Benzin beimischen. Bis zu 5 Volumenprozent sind nach DIN- Norm ohne weiteres möglich und bereiten heutigen Fahrzeugen keine Probleme. Es wäre sogar sinnvoller anstatt Raps Zuckerrüben anzubauen, denn betrachtet man den Energiegehalt des gewonnenen Ethanols, so ist der Ertrag fast doppelt so hoch wie bei RME. Zuckerrüben kann man aber nicht während der „Regenerationsphasen“ der Ackerflächen anbauen, deswegen sind Biodiesel und Bioethanol gemeinsam sinnvolle Alternativen. Bioethanol kann aber auch nach einer chemischen Umwandlung als ETBE (Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether) Benzin beigemischt werden. Dieser kann den gesundheitlich umstrittenen Oktanzahlverbesserer MTBE (Methyl-Tertiär-Butyl-Ether), der dem Benzin zugesetzt ist, ersetzen und trägt so zu einer Minderung der Luftschadstoffemission bei. Es ist allerdings noch ungeklärt, ob ETBE im Vergleich zu BTBE das Grundwasser weniger gefährdet. Die Automobilhersteller rechnen mit der Marktreife der Brennstoffzellenfahrzeuge im Jahre 2017. Dazu muss aber Wasserstoff durch Spaltung des Wassers energieaufwendig produziert werden. Da allerdings die Energie aus regenerativen Energiequellen, wie der Fotovoltaik zu teuer ist (75€/kW), müsste Wasser mithilfe von fossilen Brennstoffen gespalten werden, und das wäre Energieverschwendung, da dabei und bei der Energiegewinnung in der Brennstoffzelle Verluste auftreten würden. Nur ein geringer Teil des Wasserstoffs könnte umweltfreundlich produziert werden, da er als „Industrieabfall“, wie bei der Chlor- Alkali- Elektrolyse anfällt. Ansonsten müssten wir größtenteils teueren Wasserstoff aus erneuerbaren Energien kaufen, wozu leider kaum einer zu Gunsten der Umweltschonung bereit wäre. Demzufolge ist Biodiesel heute in Kombination mit Bioethanol die einzig geeignete und sinnvolle Kraftstoffalternative zum Mineralöl. „Um den deutschen Dieselverbrauch mit 100 % Dieselmotoren der 45 Millionen PKW und 2,6 Millionen LKW nur zu 15% zu ersetzen, müsste die gesamte landwirtschaftliche Fläche von 12 Millionen Hektar ausschließlich mit Raps-Monokulturen bepflanzt werden. Die Fläche eines Fußballfeldes reicht aus, um den Kraftstoff für eine durchschnittliche Jahresleistung eines Pkws bereitzustellen. Und um den Diesel komplett durch Biodiesel zu ersetzen müsste man etwa 2/3 der Bundesrepublik mit Rapsfeldern besetzen. Es gibt verschiedene Rechenbeispiele, die aber nur eines zeigen: Biodiesel kann nicht alle Energie- und Umweltprobleme lösen, aber er stellt einen wichtigen Baustein bei der Bewältigung dieser Probleme dar. Es ist deswegen sehr wichtig, dass wir nach anderen und besseren regenerativen Kraftstoffalternativen suchen, denn Energie aus erneuerbaren Quellen ist unerschöpflich und wird alle unsere nachfolgenden Generationen versorgen. Solange es aber keine besseren Alternative gibt, sollten wir auf Biodiesel und Bioethanol zurückgreifen und die Erträge der regenerativen Kraftstoffe durch Züchtung der Pflanzen optimieren. |
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